Unser Konzept für den dKPT Gotha

Unsere Bundesparteitage sind zu groß. Und sie werden, falls wir dieses Jahr in den Bundestag einziehen werden, noch größer. Irgendwann kommen wir da an eine Grenze, vor allem was bezahlbare Hallen angeht.
Nun will aber keiner von uns (so hoffe ich doch mal) einen Bundesparteitag mit Delegierten. Ein Ansatz, diesem Problem zu begegnen ist, die Teilnehmer räumlich zu verteilen – ein dezentraler Parteitag (dPT).
Wir erhoffen uns durch dieses Konzept, dass auch in Zukunft Personal- und Sachfragen auf basisdemokratischem Wege bearbeitet werden können und die Legitimation von Entscheidungen dank höherer Teilnahmerzahlen auf eine breite Basis gestellt wird.

Das Konzept, was unserer Meinung nach für viele Standorte funktioniert, entspricht eher einer dezentralen Wahlurne:

Es gibt einen Hauptveranstaltungsort, wie bei jetzigen Parteitagen auch schon. Dort wird der Parteitag ganz normal abgehalten, dort sitzt die Versammlungs- und Wahlleitung.
Das Geschehen am Hauptveranstaltungsort wird live in Bild und Ton übertragen (gestreamt).
An den anderen Veranstaltungsorten (im folgenden Satelliten genannt) wird der Stream (Audio- und Videoübertragung) des Hauptveranstaltungsortes zur Verfügung gestellt. Es gibt jedoch keinen Audio- und Videoübertragungs-Rückkanal, über den die Satelliten mit dem Hauptveranstaltungsort interagieren können.
Die Piraten, die an einem Satellitenstandort teilnehmen, verzichten daher freiwillig auf einige Rechte (Rederecht, Antragsrecht bzgl. GO-Anträge) und verfolgen den Parteitag in einer Art Public Viewing, wie es einige von der Fußball-WM kennen sollten.
Jedoch gibt es an den Satellitenstandorten Wahlhelfer, welche offene Abstimmungen auszählen bzw. bewerten und auch geheime Wahlen durchführen können. Somit können alle Piraten, egal an welchem Standort, an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen. Und wenn wir mal ehrlich sind: das reicht den Meisten auch. Denn auf einem Parteitag stehen immer nur die gleichen am Mikrofon und wer unbedingt etwas sagen will, muss halt zur Hauptlocation fahren.

Einige von euch werden jetzt sagen, dass das nicht geht, dass es keinen Rückkanal gibt. Doch, geht aber :-). Haben wir auch schon gemacht. Zum Bundesparteitag 2010 in Bingen war ein Wahllokal auf einem Zeltplatz, 5km weit von der eigentlichen Halle entfernt. Die Piraten, die dort am BPT teilgenommen haben, hatten also jederzeit die Möglichkeit, ihr Rederecht in Anspruch zu nehmen, dafür hätten Sie aber 5km fahren müssen. Auch bei den letzten Bundesparteitagen gab es schon dezentrale Wahlurnen, nämlich im Presse- und Technikbereich. Mit dem Konzept dPT vergrößern wir nur die Entfernung zwischen den Wahllokalen.

Also noch mal ganz konkret zu unserem Vorhaben:

1. Am Hauptveranstaltungsort läuft der PT wie immer.
2. Die Akkreditierung der Piraten findet dezentral statt, aber es gibt eine zentrale Datenhaltung, damit sich jeder nur einmal akkreditieren kann. Ein Wechsel zwischen den Veranstaltungsorten ist natürlich jederzeit möglich.
3. An den Satellitenstandorten wird der Stream vom PT geschaut. Dort werden außerdem 2 Wahlhelfer und 1 Protokollant gewählt.
4. Finden offene Abstimmungen statt, werden diese erst einmal nicht ausgezählt. Melden alle Satelliten und die Hauptlocation ein einheitliches Bild (also alle pro oder alle contra), ist die Abstimmung angenommen. Stimmt ein Standort anders, muss die offene Abstimmung ausgezählt werden. Geheime Wahlen müssen sowieso ausgezählt werden. Die Ergebnisse der Satelliten werden jeweils geeignet (toolbasiert, telefonisch, IRC) an die Hauptlocation gemeldet.
5. Die Wahlhelfer an den Satelliten werden nur von den Piraten vor Ort „bestimmt“ und können auch nur da abgelehnt werden. Dementsprechend können die Wahlhelfer am Hauptveranstaltungsort ebenso nur von den dort anwesenden Piraten abgelehnt werden. Gleiches gilt für die Protokollanten an den Satelliten – diese werden auch nur vor Ort gewählt.
6. Je ein Wahlhelfer pro Satellitenstandort wird vorher vom einladenden Vorstand „nominiert“. Dieser Wahlhelfer hat eine gesonderte Rolle, da er auch das Ergebnis von offenen Abstimmungen feststellt. Außerdem muss für jeden Satelliten mindestens ein Pirat mit der Akkreditierung beauftragt werden.
7. Die Piraten, die an einem Satellitenstandort teilnehmen, verzichten freiwillig auf einige Rechte. Diese Rechte können sie jederzeit wahrnehmen, nur müssen sie dazu zum Hauptveranstaltungsort fahren. So wird zum Beispiel geregelt, das Geschäftsordnungs-Anträge nur direkt bei der Versammlungsleitung abzugeben sind bzw. an einem der beiden „Saalmikrofone“ am Hauptveranstaltungsort zu stellen sind. Dass diese Saalmikrofone im Zweifelsfall 100 Meter oder 500km weit weg sind, spielt keine Rolle. Auf diesen Umstand muss bei der Einladung zum PT hingewiesen werden.
8. Jeder Satellitenstandort hat auch einen Versammlungsleiter, welcher aber nichts mit dem Parteitag als solchen zu tun hat. Das ist ein rein rechtlicher Aspekt – es braucht einen Ansprechpartner für die Polizei usw.
9. In der Einladung zum PT müssen alle Satellitenstandorte schon aufgeführt werden. Außerdem muss klar darauf hingewiesen werden, dass die Teilnahme an diesen Standorten mit einer Selbstbeschränkung der eigenen Rechte einher geht.

Das PDF erklärt den Text eventuell noch einmal besser. Es zeigt die Schritte hin zu unserem Vorhaben.

Der Kreisverband Gotha hat sich dazu entschlossen, zu Testzwecken einen dezentralen Kreisparteitag (dKPT) auszurichten.
Im Anschluss der Veranstaltung wird der KPT „verklagt“, um einen Prozess der Fehlerbeseitigung und Optimierung im Ablauf in Gang zu bringen.
Sollte der Kreisparteitag für rechtmäßig anerkannt werden, muss das Konzept eine Stufe höher – z.B. in einem kleinen Landesverband (Thüringen, Saarland usw.) versucht werden. Wenn es auch da klappt, muss ein großer Landesverband (NRW, BY) das Konzept testen. Erst wenn ein paar Tests gut gelaufen sind, können wir das Konzept auf einem Bundesparteitag anwenden.

Ach ja, oben steht ab und zu das Wort Satellit. Wir sind hier aber im Osten und da heißt es Trabant. Deswegen nennen wir den dKPT auch nicht dKPT sondern Trabi 🙂

Abschließende Statistiken #BPT122

Hier noch ein paar Statistiken:

Finaler Stand der Akkreditierung:

LV Anzahl Mitglieder Anzahl Stimm- berechtigte Anzahl akkreditierte Mitglieder Zahlerquote im LV Beteiligungs- quote im LVs(stimm- berechtigte Mitglieder) Beteiligung des LV in % der Gesamt-
beteiligung
Ausland 140 46 2 32.9 4.3 0.1
BB 1118 451 46 40.3 10.2 2.3
BE 3793 1805 234 47.6 13.0 11.5
Bund 8 1 0 12.5 0.0 0.0
BW 3783 1960 167 51.8 8.5 8.2
BY 7024 3677 200 52.3 5.4 9.8
HB 318 167 15 52.5 9.0 0.7
HE 2060 1892 156 91.8 8.2 7.7
HH 1192 828 41 69.5 5.0 2.0
MV 497 259 24 52.1 9.3 1.2
NI 2904 1454 111 50.1 7.6 5.5
NW 6449 3905 725 60.6 18.6 35.7
RP 1189 923 92 77.6 10.0 4.5
SH 1054 583 53 55.3 9.1 2.6
SL 496 316 21 63.7 6.6 1.0
SN 889 398 57 44.8 14.3 2.8
ST 687 441 35 64.2 7.9 1.7
TH 679 528 51 77.8 9.7 2.5
UM 46 22 2 47.8 9.1 0.1
Sum: 34326 19656 2032 57.3 10.3

 Noch ein paar Zusatzinfos:

 

LV Anzahl Mitglieder Anzahl akkreditierte Mitglieder Beteiligungs- quote im Lvs in % Entfernung der Landeshauptstand von Bochum in km Durchschnittsgeburtsjahr der Piraten im LV Durchschnittsgeburtsjahr der teilnehmenden Piraten im LV
BB 1118 46 4,1 495 1973 1972
BE 3793 234 6,2 519 1973 1972
BW 3783 167 4,4 431 1975 1980
BY 7024 200 2,8 618 1974 1975
HB 318 15 4,7 241 1975 1979
HE 2060 156 7,6 245 1972 1973
HH 1192 41 3,4 351 1974 1976
MV 497 24 4,8 456 1976 1977
NI 2904 111 3,8 240 1974 1974
NW 6449 725 11,2 50 1972 1971
RP 1189 92 7,7 249 1974 1972
SH 1054 53 5,0 436 1973 1970
SL 496 21 4,2 341 1974 1974
SN 889 57 6,4 574 1977 1979
ST 687 35 5,1 378 1975 1976
TH 679 51 7,5 370 1976 1979
Gesamt: 34326 2032 5,9 1974 1973

SÄA035 – vorläufige Mitglieder

Zum BPT122 wurder der SÄA035 beschlossen:

In dem heißt es:
„Die Mitgliedschaft beginnt nach Annahme des Aufnahmeantrages mit der Entrichtung des ersten Mitgliedsbeitrages.“
Daher mussten wir einige Prozesse verändern, da z.b. die Mitgliedsnummer nicht sofort vergeben werden kann.

Es gibt den Status: „schwebend“. Wenn hier „nein“ steht, ist alles gut, das Mitglied hat bereits bezahlt usw.

Bei schwebend = ja, erhält das Mitglied noch keine Mitgliedsnummer, kein LS bzw. LQFB-Token usw.
Es wird aber automatisch eine vorläufige Mitgliedsnummer vergeben (1). Ihr könnt auch eine eigene Referenznummer vergeben.
Die Referenznummer wird dem Mitglied auch mitgeteilt mit der zusätzlichen Info, dass die Bankverbindung von der zuständigen Gliederungen angegeben wird. Nur noch mal als Hinweis: zwingend notwendig ist das Füllen des Feldes Landesverband und des Gebietes!

Hier seht ihr die Detailansicht eines Mitglieds.

Die vorläufige Nummer könnt ihr auch direkt bei der Anlage angeben:

 

Die Nummer ist auch in der Officeline zu finden. (2)

Der Prozess dahinter ist hier noch einmal dargestellt. Einiges davon ist aber jetzt noch nicht umgesetzt.

Infos zur Akkreditierung beim Piraten-Bundesparteitag 2012.2 #bpt122

In diesem Beitrag werden jeweils die aktuellen Akkreditierungszahlen zum #BPT112, aufgeschlüsselt nach Landesverband, dargstellt.

LV Anzahl Mitglieder Anzahl Stimm- berechtigte Anzahl akkreditierte Mitglieder Zahlerquote im LV Beteiligungs- quote im LVs(stimm- berechtigte Mitglieder) Beteiligung Total
Ausland 140 46 2 32.9 4.3 0.0
BB 1118 451 46 40.3 10.2 0.2
BE 3793 1805 234 47.6 13.0 1.2
Bund 8 1 0 12.5 0.0 0.0
BW 3783 1960 167 51.8 8.5 0.8
BY 7024 3677 200 52.3 5.4 1.0
HB 318 167 15 52.5 9.0 0.1
HE 2060 1892 154 91.8 8.1 0.8
HH 1192 828 41 69.5 5.0 0.2
MV 497 259 24 52.1 9.3 0.1
NI 2904 1453 110 50.0 7.6 0.6
NW 6449 3902 709 60.5 18.2 3.6
RP 1189 923 92 77.6 10.0 0.5
SH 1054 583 53 55.3 9.1 0.3
SL 496 316 21 63.7 6.6 0.1
SN 889 398 57 44.8 14.3 0.3
ST 687 441 35 64.2 7.9 0.2
TH 679 528 51 77.8 9.7 0.3
UM 46 22 2 47.8 9.1 0.0
Sum: 34326 19652 2013 57.3 10.2

Statistic made at 2012-11-25 11:57:08

Die Akkreditierung läuft mit dem „AkkTool
Wie wir die Stimmberechtigung zum großen Teil ermittelt haben, findet ihr hier.