Während am Montag Nachmittag die Fähre noch am Hafen von Puerto Natales vertaut wurde, haben wir in der Naviapp geschaut, wie es vom Hafen zu unserem „Hostel Paine“ (BTW: paine ist ein Wort aus der Mapuche-Sprach und heißt blau) geht. Der Weg war 3,5km weit und nach einem kleinen Umweg durch das Zentrum waren wir ca. 45 Minuten später am Ziel angekommen. Das Haus war total unscheinbar, nirgends ein Hinweis, dass hier ein Hostel ist. Blau war es auch nicht. Da die Klingel augenscheinlich schon lange nicht mehr ging, haben wir geklopft und nach dem vielleicht 10 klopfen, immer energischer, öffnete uns ein junges, schüchternes, Mädchen und zeigte uns dann auch unsere „Habitacion Deluxe“, also mit Heizung und Fernsehapparat (der in der Stube lief den ganzen Tag, auch wenn weit und breit kein Mensch war. Das ist uns in Chile schon oft aufgefallen.. in diesem Hostel kam noch dazu, das man nur 10 Minuten duschen durfte, eventuell wegen der Gasrechnung für den Durchlauferhitzer – aber die 50Zoll Glotze verbraucht ja zum Glück nur Strom statt Gas).

Kurze Zeit nach dem Check-In ging es dann zurück ins Zentrum, um:

  1. meine Sonnenbrille ganz machen zu lassen, weil ein Bügel abgegangen war
  2. Bei Vertice noch zwei Campingplätze für Torres del Paine im Januar zu buchen
  3. In der Touristeninfo direkt am Hafen noch einen Stadtplan und Informationen zur Umgebung zu holen
  4. Im Supermarkt Essen für die nächsten 2 Tage kaufen.

Hat auch alles geklappt und direkt am Hafen haben wir auch den patagonischen Wind abbekommen. An der Plaza de Armas sind wir dann auch von einem Springbrunnen erwischt worden – mit normalen Wind ging das Wasser senkrecht nach oben, dummerweise kam eine stärkere Böe und hat die Fontäne zu uns gedrückt 🙂

Panorama vom Hafen in Puerto Natales
Panorama vom Hafen in Puerto Natales

Im Supermarkt gab es Salami die auch nach etwas aussah… zum Abendessen stellte sie sich aber wieder als Enttäuschung raus. (Ein deutscher, falsch, ein thüringischer Fleischer mit Lust auf eine neue Bleibe an anderen Ende der Welt könnte hier gutes Geld verdienen und würde jeden Tag Menschen wie mich strahlend am Tresen sehen).

Am Dienstag (6.12.) haben wir ausgeschlafen (auf der Fähre war um 8 Uhr immer Wecken durch eine Lautsprecherdurchsage) und dann den Tag zum Bearbeiten von über 1000 Fotos genutzt. Nach Puerto Natales kommen wir ja nochmal, deswegen war das auch kein Problem. Zum Mittag haben wir dann versucht, auf einem Ofen die Rindersteaks zu braten… die Pfanne war mal zu heiß, mal zu kalt und die Steaks am Ende durch 😉 Die selbstgemachte Knoblauchbutter hat es aber gerettet.

Für unseren Aufenthalt hier im Januar haben wir dann im Reiseführer noch ein Hostel gefunden, welches Trecking-Ausrüstung verleiht und auch eine Gepäckaufbewahrung hat. Da man das Hostel (erratic rock) nur vor Ort buchen kann, sind wir am Mittwoch auf dem Weg zum Busterminal da noch vorbei, um zwei mal zwei Nächte zu buchen. Und wir hatten Glück weil sowohl noch Zimmer frei waren und die Chefin uns das kleinste und günstigste Zimmer gezeigt hat – wir haben dann eine Nummer größer genommen 🙂

 

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