Robert Cushman: „I now belong to a higher cult of mortals, for I have seen the albatross.“ 

Position (gegen 08:00 Uhr): 51“ 20’ S, 60“ 40,2’ W
Zurückgelegte Distanz seit Start: 388 Meilen
Geschwindigkeit: 10 Knoten
Windgeschwindigkeit und Richtung: 10,15 Knoten Nordwest
Außentemperatur: 12 Grad C

An diesem Tag ertönte schon um 7 Uhr der Weckruf. Wir hatten über Nacht die Falkland-Inseln erreicht. Nach dem Frühstück ging es um 08:30 Uhr zu unserem ersten Landgang – West Point Island im Nordwesten der Inselgruppe. Auf dem Zodiac gab es noch kurz eine Erneuerung der Security-Unterweisung und dann ging es auch schon an Land. Für die Passagiere mit Mobilitätsproblemen warteten an Land zwei Landrover als Shuttle zu unserem Ziel: Devils Nose. Wir sind die 2km über die Insel von der Ost- zur Westseite gelaufen.
„Devils Nose“, eine Klippe, ist ein Brutplatz von Schwarzbrauenalbatrosen und Felsenpinguinen. Die Tiere nisten in verschiedenen Gruppen quer durcheinander. So geben die Albatrosse den deutlich kleineren Pinguinen Schutz und auch anders herum. Mögliche Angreifer haben da kaum eine Chance. Das war einfach toll, das Spektakel mit ansehen zu dürfen. Sowohl die Pinguine als auch die Albatrossen haben den nur 1-2 Wochen alten Nachwuchs in den Nestern gehabt.
Um 12 Uhr sollten wir wieder zurück an der Landestelle sein. Auf dem Rückweg sind wir noch an einem Hügel vorbeigekommen, wo wir noch hochgehen wollten – waren uns aber nicht sicher, ob das ein guter Plan ist. Wir haben also einen der Landrover-Fahrer angehalten und der hat gesagt, dass es kein Problem ist. Achso, die Falklandinseln gehören zu UK – der Fahrer saß also auf der falschen Seite  – eine Straße gab es nicht 😉

Einfach mal genießen
Einfach mal genießen

Oben auf dem Hügel hatten man noch eine schöne Sicht auf das ankernde Schiff in der Bucht. Aus einem zweiten Landrover wurde uns dann aber 10 Minuten später signalisiert, wir sollen wieder runterkommen. In der Nähe der Landestelle gab es im Haus der Inselbewohner – 2 an der Zahl – noch Kekse und Tee aus feinsten englischen Porzellan, ziemlich komisch so etwas auf einer Insel am Ende der Welt zu sehen.

Während des Mittagessens an Bord ist dieses weiter nach Saunders Island, der zweitgrößten Insel neben den Hauptinsel, gefahren. Dort ging es dann wieder mit den Zodiacs an Land. Direkt am Landpunkt war auch gerade eine Gruppe Magellanpinguine. Wir haben uns dort aber nur kurz aufgehalten und sind auf die andere Seite der Insel zu einem Strand gelaufen. Auf dem Weg dahin ging es an unzähligen Pinguinen, eine Schaf und einem Wal-Skelett vorbei. Am Strand selbst sind hunderte Puinguine, zum größten Teil Magellan– und Eselspinguin, die sich erst einmal säubern, nach dem sie aus dem Wasser gekommen sind. Auch ein Königspinguin stand einsam und fast regungslos am Strand, scheinbar so, als würde er über die anderen, deutlich kleineren, Artgenossen wachen.

Ich hatte mich auch mal für einige Minuten in den Strand gelegt, denn wir dürfen nur 5 Meter an die Tiere heran, aber wenn diese auf uns zu kommen, ist es ok. Und um so kleiner man wirkt, um so weniger bedrohlich ist man für die Tiere. Ob ich mit meiner Statur in einer knallgelben Jacke und einer roten Hose auf dem Strand liegend umbedrohlich wirke… nunja, an diesem Tag kam noch kein Pinguin näher an mich heran 😉

Gegen 18 Uhr waren wir wieder zurück an Bord. Nach der täglichen Zusammenfassung und dem Abendessen habe ich mich mit den Bildern des Tages beschäftigt. An diesem Tag sind 1400 Fotos entstanden, echt schwer zu sortieren. Pinguine sind einfach fotogen 🙂 Über die Nacht hinweg ging es einmal um die Falklandinseln herum Richtung Stanley, der Hauptstadt.

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