Während der Busfahrt nach Puerto López stiegen immer wieder fliegende Händler zu. Von einem kauften wir ein Stück Bananen-Maracuja-Irgendwas Kuchen,  der richtig saftig war. Einem anderen kauften wir eine warme Bananenteig-Tasche mit Fischfüllung ab, aber auch da waren wir uns nicht sicher, was so drinnen war – Hauptsache lecker 🙂

Unser Bus erreichte dann halb 6 die Küstenstadt Puerto Lopez.

OpenAir-Taxi 🙂

Mit einer Art Motorrikscha und insgesamt 4 Personen an Bord ging es dann in Richtung Zentrum zum Hostel Heidi. Das Hostel liegt direkt am Strand bzw. am Fischmarkt. Das Zimmer war klein, aber ok. Das Wasser in der Dusche hatte die Außentemperatur, es gab auch nur einen Wasserhahn – aber bei den Temperaturen vollkommen ok. Zum Abendessen versuchten wir erst einen Spieß mit gegrillten Würstchen und waren froh, erstmal nur einen gekauft zu haben – Wurst ist hier einfach nicht so ;-).
Am Strand gab es dann einen Obstsalat, das war dann schon eher etwas.

Als wir uns am Abend schlafen legen wollten, entdeckte Judith eine ziemlich große Kakerlake, die sich unter dem Bett versteckte. Wir bewegten das Bett ein wenig hin und her und irgendwann krabbelte das Vieh Richtung Tür. Über Nacht ließen wir dann das Licht an, zum Glück hatten wir noch Augenmasken aus einem der letzten Flugzeuge.

Den Montag, 13.02., starten wir mit einem lokalen Frühstück, bestehend aus Rührei, Erdnusspaste und frittierter Banane ohne Füllung. Danach ging es mit einem Motorrickscha zum Busterminal um von dort mit einem Bus nach Agua Blanca (weißes Wasser) zu fahren. Agua Blanca ist ein Dorf im Nationalpark Machalilla, in dem eine 2000 Jahre alte Kultur entdeckt wurde – also weit vor den Incas und co. Der Bus ließ uns und 4 ältere Kanadier an der Zufahrtsstraße zu dem Dorf raus. Dort ist auch gleich eine Art Pförtnerhäuschen, bei dem pro Person 5 Dollar zu bezahlen sind. Der Pförtner hat kurzerhand alle 6 Menschen, die vor ihm standen, auf ein Ticket geschrieben. Auf die Frage, ob es zum 5km entfernten Dorf ein Shuttlebus gibt, lächelte er nur: „no“. Also ging es zu Fuß, in der Mittagssonne über die Schattenfreie Straße zum Dorf. 30 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit waren nicht soooo die besten Bedingungen. Nach ca. einer Stunde war das Dorf aber erreicht und zum Glück gab es einen kleinen Laden, bei dem man Wasser kaufen konnte – unsere 2 Liter waren quasi leer. Die Kanadier (2 Ehepaare) kauften sich jeder eine Flasche Bier und tranken die aus – wir wären umgefallen bei den Temperaturen. Neben dem kleinen Laden war eine Sitzecke im Schatten wo wir alle erst mal entspannten und ins Gespräch kamen. Die 4 anderen sind für 5 Wochen in Ecuador, weil es in Kanada gerade so kalt ist 😉

Danach ging es in ein kleines Museum, wo wir einen Guide (Milton) zur Seite gestellt bekamen. Milton sprach ein mega angenehmes und langsames Spanisch – alles was wir nicht verstanden war diesmal auf Grund mangelndes Vokabulars. Die vier anderen konnten quasi kein Spanisch aber wir konnten dann das, was wir verstanden, ins Englische übersetzten. Nach dem Museum führte uns Milton zu einem Friedhof der einstigen Bewohner (die ihre Leichen in Tonkrüge bestatteten) und zu einem Aussichtspunkt mit einem super Blick auf den trockenen Tropenwald. Der letzte Punkt war dann auch der Höhepunkt: eine Sulfatlagune zum baden.  Es roch zwar ein wenig nach faulen Eiern aber das Wasser war schon echt erfrischend (auch mit ca. 25 Grad 🙂 ).

Blick auf den Urwald

Nach einer Stunde an der Lagune ging es zurück zum Dorf. Dort fragten wir Milton, ob er 2 Taxis rufen kann – auf den Rückweg zu Fuß hatten die Kanadier und auch wir keine Lust. Glücklicherweise parkte gerade ein kleiner Lieferwagen aus und Milton fragte, ob der Fahrer uns 6 bis zur Straße mitnehmen könnte – was auch kein Problem war. Die beiden Frauen konnten noch in das Fahrerhaus und die zwei Männer sowie Judith und ich kletterten auf die Ladefläche und setzten uns auf die ca. 20 Gasflaschen – was kann schon passieren 🙂 Die Fahrt jedenfalls war toll. An der Hauptstraße ließ uns der Fahrer raus und keine 5 Minuten später kam auch ein Bus Richtung Puerto Lopez vorbei. Die 4 Kanadier sind dann weiter nach Montañita gefahren – unserem nächsten Ziel noch etwas südlicher an der Küste.

Zurück in der Stadt brachten wir unsere Sachen ins Hostel und gingen dann auf einen kolumbianischen Kaffee in die Stadt. Als wir dann auch langsam Hunger bekamen, gingen wir ein paar Straßen von Strand weg und fanden ein Restaurant, bei dem es für 3 Dollar pro Person wieder richtig leckeres lokales Essen gab: Bohnen mit Reis (hat an Kuba erinnert), über Holzkohle gegrilltes Schwein oder Huhn mit frittiert Bananenscheiben und Salat – echt großartig. Den Abend verbrachten wir dann auf der Terrasse im Hostel.

Den letzten Morgen (Dienstag) in Puerto Lopez starteten wir mit einer Ananas zum Frühstück, die leider nicht so doll war. In Ecuador werden 3 Sorten angebaut von denen zwei großteils für den Export bestimmt sind. Die dritte Sorte ist auch nicht so lecker. Fast wie zu Zonezeiten als es gute Produkte nur für den Export gab.

Bevor wir gegen 11:15 Uhr mit dem Bus in Richtung Montañita aufbrachen, gab es noch einen Kaffee in einem kleinen Laden – Instantkaffee, warum auch immer es hier so etwas gibt 🙂

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