Ernest Shackleton in ‘South’, describing his men’s behaviour upon landing at Elephant Island, their first encounter with land in 497 days: “A curious spectacle met my eyes…Some of the men were reeling about the beach as if they had found an unlimited supply of alcoholic liquor on the desolate shore. They were laughing uproariously, picking up stones and letting handfuls of pebbles trickle between their fingers like misers gloating over hoarded gold.” 

Bericht von der Brücke:
Position (gegen 08:00 Uhr): 61“ 5,8’ S / 54“ 52,2’ W
Zurückgelegte Distanz seit Start:  2183 Meilen
Geschwindigkeit: 10,4 Knoten
Windgeschwindigkeit und Richtung: 6 Knoten Nordwest
Außentemperatur: 2 Grad C

Während der Nacht haben wir die Elefanteninsel, die Insel auf der die Expedition von Ernest Shackleton nach fast 500 Tagen auf dem Packeis gelandet war, erreicht. Die Insel liegt im Nordosten der Antarktischen Halbinsel. Um 7 Uhr ging wieder einmal ein Weckruf durch das Schiff, auf die Silvesterparty in der Nacht davor wurde keine Rücksicht genommen 🙂

Fast gleichzeitig wurde auch der Anker vor Point Wild gesetzt – genau die Stelle, an der Shakeltons Crew vor über 100 Jahren die 4 Monate auf ihren Boss gewartet hatte. Das Wetter war wieder auf unserer Seite! Normalerweise kann man hier nicht mit den Zodiacs rausfahren – aber wir konnten. Richtig cool. Es gibt auch ein Denkmal für den Kapitän des argentinischen Schiffes, der die Crew im vierten Anlauf gerettet hat (ganz ehrlich, da gibts vermutlich mehr Menschen, die dort stehen sollten, aber sei es drum).

Nach dem Mittagessen stand „Expedition Afternoon at Elephant Island“ auf dem Programm. So richtig wusste keiner, was das bedeuten sollte. Aber es war genial. Das Schiff ist noch entlang der Küste der Elefanteninsel gefahren und um 14 Uhr ging es beim Chinstrap Camp wieder auf die Zodiacs. Wir sind erst eine Stunde an der Küste entlang gefahren. Diesmal wieder mit Vladimir als Fahrer,Russe und Fotograf. Besser geht nicht 😉 Es gab bei Sonnenschein eine krasse Landschaft zu sehen: Gletscher, kleine, zum Teil tiefblaue Eisberge, andere Inseln in der Ferne und nicht zu letzt haben wir den ersten See-Leoparden gesehen. Nach der Stunde konnten wir an Land und waren dort umgeben von Esel- und Zügel- bzw. Kehlstreif-Pinguinen sowie ein paar See-Elefanten. Der Anlandepunkt war nicht sehr groß und so saßen wir am Ende noch für eine halbe Stunde 20 Meter von der Küste entfernt auf Steinen und haben den Pinguinen zugeschaut, wie sie vom oder zum Wasser springen und watscheln.

Und was wir für ein Glück mit dem Wetter hatten: Shane, unser Expeditionsleiter konnte an dieser Stelle in seinen 21 Jahren in der Antarktis hier zum aller ersten mal landen!

Am Abend ging es weiter Richtung Süden 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*